Veranstaltungsbilder

Frauentag mit Silvio Spadin-Gygax

Überforderung im Alltag – das kann jeden treffen – Frauen wie Männer. Für Frauen wird oftmals der Spagat zwischen Familie und Beruf problematisch. Männer leiden unter dem Druck am Arbeitsplatz oder fürchten sich vor Job-, Existenz- oder Imageverlust. Senioren können von ihrem sportlichen Ehrgeiz überfordert werden. Ihre Angst, nicht mehr überall mithalten zu können und im Alterungsprozess nichts Positives zu sehen, kann sie an die Grenze ihrer physischer und psychischer Kräfte bringen.

Krankheit oder Schicksalsschläge lassen sich nicht verdrängen und müssen nebst den Alltagssorgen zusätzlich bewältigt werden. Wenn solch verschiedene Faktoren zusammentreffen, ist die Gefahr gross, den Faden im Leben zu verlieren. Da muss in erster Linie das eigene Bewusstsein gestärkt werden. Was kann ich, wo sind meine Stärken und Grenzen? Ist wirklich nur das Beste gut genug und wie lerne ich nein zu sagen? Das Ändern der eigenen Denkweise fördert den Einklang zwischen Körper, Geist und Seele.

Der Referent Slivio Spadin kann aus seiner reichen Lebenserfahrung schöpfen. Er gibt praktische Tipps, wie es gelingen kann, dem Dilemma zu entfliehen. Nebst der Selbstfindung den Mut zur Einfachheit zu haben, Prioritäten zu setzen, den eigenen Stolz zu überwinden und auch Hilfe von aussen anzunehmen. Als praktizierender Katholik ist ihm eine lebendige Beziehung zu Jesus wichtig und hilfreich, um auch geistliche Hilfe für seine Seele geschenkt zu bekommen.

Jubiläumshauptversammlung 125 Jahre FMG Appenzell

Rund 350 Frauen durfte die 14. Präsidentin der FMG, Daniela Zwingli, in der Aula willkommen heissen. Viel hat sich verändert in der Zeit, seit der Christliche Mütterverein am 18. März 1894 von Herrn Pfarrer Bonifaz Räss gegründet wurde. Die Bildung in persönlichen, sozialen und religiösen Bereichen waren schon dazumal wichtige Themen. Der Solidarität in den Frauengemeinschaften ist es zu verdanken, die den Frauen zu neuen Freiheiten verholfen hat.

Nur dank engagierter Frauen ist es möglich, mit Freiwilligenarbeit oder neu Care-Arbeit, die Fürsorgebedürfnisse der Mitmenschen zu befriedigen und füreinander da zu sein. Die Präsidentin ermutigte die Appenzellefrauen dazu sich für die verschiedensten Ämter, seien es freiwillige oder öffentliche, zur Verfügung zu stellen. Viele Frauen hätten das nötige Rüstzeug dazu und es wäre schade, dies nicht zu nutzen.

Im Vorstand der FAMIDEA gab es einen Wechsel. Die Schreibfee, Sandra Frehner wurde durch Eliane Eugster ersetzt. In den Vorstand der FMG wurde neu Annemarie Inauen gewählt, die das Amt von Annelies Fuster als Zuständige für die Kleiderbörse übernimmt.

Zur Unterhaltung trug das Jugendchörli Appenzell bei, das das Publikum in ihren farbigen Trachten mit teils poppig arrangierten Appenzellerliedern erfreute. Zum Abschluss traten die fröhlichsten Zügelfrauen der Schweiz auf die Bühne. In einem gelungenen Sketch führten sie vor Augen, von wo wohin, warum und weshalb in Appenzell alles gezügelt wird.

Abschied von Lilo Fetz

Aktuelle und ehemalige KursteilnehmerInnen überraschten Lilo nach ihrer allerletzten Englischlektion mit einem kleinen Abschiedsfest. Sichtlich gerührt dankte Katrin Sollberger Lilo für ihr engagiertes Wirken während fast 30 Jahren. Für Katrin wird es denn auch zur Herausforderung, eine Nachfolgerin mit solchen Qualitäten zu finden. Auch die Anwesenden rühmten Lilos überaus positiven Fähigkeiten. Sie verstehe es zu inspirieren und zu motivieren, immer mit einer Spur Schalk im Gesicht. Überaus gross sei ihr Interesse am Lauf der Welt, an Geografie und Politik, sodass oftmals rege Diskussionen – in englischer Sprache versteht sich – den Unterricht wertvoll bereichert haben. Noch nicht ganz sicher ist sich die quirlige Frau nun, wie sich ihr Pensionsleben gestalten wird. Wohl wird sie das Eine und Andere vermissen, freut sich aber auf die Freiheiten, die ihr die zeitliche Unabhängigkeit bringen wird. Freuen auf mehr Zeit mit seiner Frau wird sich sicher auch ihr Ehemann Linus, der in gewohnter Manier, wie in all den letzten Jahren seine Frau nach Kursende abholte und sie sicher nach Hause brachte.

Ausflug in die Taminaschlucht

Fast hätte man einen blinden Passagier an Bord nehmen müssen, wäre nicht Markus Hirn noch eine Notlösung eingefallen, um den einten überzähligen Passagier mitführen zu können, als der Ausflug bei schönstem Reisewetter Richtung Fürstentum Liechtenstein losging.
Weil der Besuch des Schloss Vaduz dem gewöhnlichen Volk nur selten gewährt wird, begnügten sich die Appenzellerfrauen während einem Bummel durchs Städtchen mit einem Blick auf die ehrwürdigen Mauern aus der Froschperspektive. Über die neue Taminabrücke und später über die enge, steile Strasse – die Frauen bewunderten die Manövrierkünste der Männer! – ging die Fahrt hinauf auf St. Margrethenberg. Auf 1300 Metern im heimeligen Buura-Beizli wurde ganz authentisch ein währschaftes Mittagessen aufgetischt.
Am Nachmittag ging die Reise nach Bad Ragaz und weiter mit dem Schluchtenbus zum Alten Bad Pfäfers. Im Jahr 1240 entdeckten zwei Jäger neben der zwischen schroffen Felswänden sprudelnden Tamina eine 36,5 Grad warme Quelle. Forscher haben herausgefunden, dass es rund 10 Jahre dauert, bis das Regenwasser durch die Erdschichten in die Tiefe von 1000 Metern versickert ist und dann mit einer Leistung von 2000 bis 3000 Litern Wasser wieder an die Oberfläche gelangen. Als in den 1970er Jahren, nachdem der Badebetrieb im Alten Bad eingestellt wurde, der Abbruch der veralteten Gebäulichkeiten zur Diskussion stand, wehrte sich der Verein “Freunde Altes Bad Pfäfers“ glücklicherweise dagegen, sodass die historischen Gebäude nach ausführlichen Restaurationen der Nachwelt erhalten geblieben sind. So war es denn auch für die Appenzellerfrauen ein eindrückliches Erlebnis, Jahrhunderte in die Vergangenheit zurückversetzt zu werden. Nach der interessanten Führung durch die naturgewaltige Taminaschlucht weilten die einten noch zu einem Umtrunk im altertümlichen Speisesaal, die anderen erlabten sich nach der Wanderung nach Bad Ragaz an der neuzeitlichen Einrichtung eines Glacéstandes.

Frauentag 2018

Fitness für den Geist
In diesem Training geht es darum unseren Geist zu schulen. Menschen neigen dazu, gedanklich in der Vergangenheit zu verharren oder denn in die Zukunft zu schauen – das momentane Leben wird dabei in den Hintergrund gerückt und nicht richtig wahrgenommen. Daraus können sich Ängste und Unbehagen entwickeln. Das Ziel der Meditation ist es, den eigenen Geist in das Hier und Jetzt zu lenken. Dabei ist es wichtig seiner eigenen Gefühle bewusst zu werden. Zwischen dem anfänglichen Reiz und der daraus folgenden Reaktion führt oft das eigene Lebensmuster zu einer Automation der persönlichen Emotionen. Diese Automation kann durchbrochen werden, indem Gedanken eine bewusste Bewertung und Verarbeitung erfahren. Dadurch können alte Muster abgelegt, und gleichsam Wohlbefinden und Freude gesteigert werden.
Im November bietet die FMG einen Vertiefungskurs mit weiteren Meditationsmethoden mit Roland Dörig an.

HV 2018

Maria Dörig-Huber wurde für die abtretende Brigitta Fuchs in den Vorstand gewählt.
Zum 60-jährigen Jubiläum des Elisabethenwerks genehmigten die anwesenden Frauen ein Projekt in Uganda, das 570 Frauen und ihren Familien eine bessere Zukunft ermöglicht.
Episoden von ihrer Amerikareise erzählten Köbi und Jock vom Comedy-Duo „Messer und Gabel“ zum Schluss des Abends, was der HV 2018 einen humorvollen Ausklang bot.