Veranstaltungsbilder

Ausflug Insel Mainau

Der Vereinsausflug der Frauen- und Müttergemeinschaft führte auf die Insel Mainau.

Die Organisation des Vereinsausflugs gestaltete sich in diesem Jahr schwierig. Man musste feststellen, dass der kleine Coronawurm überall drinsteckt. Führungen mit mehreren Menschen sind schwer zu buchen, Abstandsregeln müssen eingehalten werden können und Schutzmasken sind vielerorts Pflicht und dazu noch die Frage: «Will überhaupt jemand mitkommen?»
Doch diese Angst erwies sich als unbegründet, als Ende August gut 40 Frauen die Reise durch den Thurgau nach Scherzingen unter die Füsse, respektive die Räder nahmen. Da warteten Muntermacher in Form von Kaffee und Gipfeli auf die Reisegruppe. Angekommen auf der Insel Mainau wurden die Appenzeller Frauen durch die Allee mit den 70-jährigen imposanten Mammutbäumen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Insel geführt. Wer schon lange nicht mehr hier zu Besuch war, musste feststellen, dass sich die Gestaltung der 45 Hektaren grossen Blumeninsel in den letzten Jahren sehr verändert hat. Waren früher während dieser Jahreszeit vor allem Dahlien zu bestaunen, prägt heute eine enorme Pflanzenvielfalt das Bild. Riesige Blumenrabatten erscheinen in verschiedenen Farbnuancen. Mal sind es Lila-, Weiss-Blautöne, dann wieder ergibt sich ein Spiel aus den Farben Gelb, Orange, Rot, die die Besucher ins Staunen zu setzen vermögen. Wasserspiele setzen besondere Akzente. Der Rosengarten in seiner Farbenpracht bietet nicht nur was für’s Auge, sondern regt durch seinen herrlichen Duft auch den Geruchssinn an. Der Anblick der üppig behangenen Pergola hätten den Präses der FMG bestimmt nachdenklich gestimmt?!
Graf Lennart Bernadotte und seine Frau Sophia retteten den Park vor seiner Verwilderung und machten ihn der Öffentlichkeit zugänglich. Nach dem Tod des Grafenpaares sind nun ihre fünf Kinder bestrebt, die Philosophie ihrer Eltern weiterzuführen und die Insel Mainau als eine Oase der Naturschönheiten zu erhalten und zu erneuern.
Nach dem Mittagessen, wie befohlen mit Abstand, ging die Reise weiter auf die Insel Reichenau, die vor allem für ihren Gemüseanbau bekannt ist. Von ihrem höchsten Punkt aus bietet sich ein prächtiger Ausblick über die Region rund um den Bodensee. Bei einem erfrischenden Drink im Hafenrestaurant wurde der Gemütlichkeit Rechnung getragen. Petrus meinte es an diesem Tag wirklich gut mit den Frauen und machte die Schifffahrt nach Kreuzlingen im Glanz der Abendsonne zu einem unvergesslichen Erlebnis und zu einem würdigen Abschluss dieses erholsamen Ausfluges.

Hauptversammlung 2020

Die HV war geprägt von verschiedenen Demissionen im Vorstand der FMG sowie in der Kerngruppe der Famidea.
Nach 10 Jahren Vorstandsarbeit hat Rita Maissen – Fritsche ihren Rücktritt als Kassierin eingereicht. Das Amt wurde an Ursula Wyser-Meier übertragen. Auch Katrin Sollberger hat die Leitung des Kurswesens nach 6jähriger Tätigkeit abgegeben. Für sie konnte leider kein Ersatz gefunden werden und so bleibt das Amt vorläufig vakant.
Caroline Sonderer-Graf gab ihr Amt als Präsidentin der Famidea an Bea Koller-Manser weiter. Für Vreni Ebneter-Räss nahm Melanie Eugster-Räss Einsitz in der Kerngruppe.
Aus dem Erlös der Schätzfrage erhält der Samichlaus einen Zustupf an ein neues Gewand.
Zur Unterhaltung hat Kurt Lichtensteiger alias “Kuli“ die Frauen mit seinen Zaubertricks verblüfft. In seine Show wurde auch Präses Lukas Hibder und verschiedene Frauen aus dem Publikum miteinbezogen. Auch sie zeigten sich von ihrer humoristischen Seite und verhalfen damit zu viel Gelächter im Saal.

Vereinsausflug ins Bundeshaus

Pünktlich um 10 Uhr machten die beiden Reisebusse vor dem Bundeshaus Halt. Bis alle Einlass gefunden hatten, entschädigte die Frauen die prächtige Aussicht von der Terrasse des Bundeshauses auf die Stadt und die Aare für die lange Warterei. In Zweiergruppen wurden sie durch die Sicherheitsvorkehrungen geschleust; vergleichbar mit einem Check am Flughafen. Noch spannender war der Besuch im Nationalratssaal, wo gleich die Abstimmungen über die Baukredite für die neuen Asylzentren bevorstanden. Am Rednerpult versuchten sich Politiker in letzter Minute Gehör zu verschaffen. Kaum einer der Nationalräte schien davon Notiz zu nehmen. Alle waren sie beschäftigt, am Handy, am Laptop oder im Gespräch mit Sitznachbarn. Ab und zu mahnte die Glocke der Präsidentin zu mehr Ruhe. Waren anfangs gut die Hälfte der Sitzplätze verwaist, ging plötzlich ein Gehetze los. Just zur bevorstehenden Stimmabgabe eilten Frauen wie Männer von allen Seiten, ja rannten gar, um im wahrsten Sinne des Wortes auf den letzten Drücker ihre Stimme abzugeben.
Die anschliessende Fragerunde war eigentlich mit Ständerat Daniel Fässler geplant. Da er aber noch in einer laufenden Sitzung war, musste er sich fürs Erste von Nationalrat Markus Ritter vertreten lassen. Dieser zeigte sich erfreut darüber, dass er als freundnachbarschaftlicher St.Galler den Appenzellerfrauen den Ratsbetrieb aufzeigen durfte. So seien sie nun, wie er sagte, die grösste Gruppe, die je im grössten Fraktionszimmer, jenem der SVP, sitze; notabene aus dem kleinsten Schweizerkanton. Und dann legte er los, man kann es nicht anders bezeichnen, und machte damit klar, was einen Vollblutpolitiker ausmacht. Was es heisst, Koalitionen zu bilden, Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten und Netzwerke zu bilden. Natürlich kam die Frage aus dem Publikum, wieso nicht mehr Politiker im Saal präsent seien. Winston Churchill soll einmal gesagt haben: „Am faulsten sind die Parlamente, die am stärksten besetzt sind.“ Auch Ritter bläst ins gleiche Horn, in dem er erklärt, dass Verpflichtungen ausserhalb des Ratssaals wahrzunehmen ebenso wichtig wären, wenn nicht gar noch wichtiger, um die oben aufgeführten Aufgaben erfolgreich erfüllen zu können. Die Meinungen würden meist schon im Vorfeld in den Kommissions- und Fraktionssitzungen gemacht; nur für die Abstimmungen müssten die Parlamentarier im Saal anwesend sein. Anders hingegen verhält es sich im Ständerat. Dort würden Debatten ohne Redezeitbeschränkung geführt und jedes Ratsmitglied könne sich von seinem Platz ohne vorherige Anmeldung einbringen. Während einer kurzen Führung erhielten die Frauen Einblick in das Regierungsgebäude, um sich am Schluss auf jener Treppe zu wähnen, deren Stufen so mancher Bundesrat und Parlamentarier schon beschritten hat.
Zum Mittagessen ging es danach auf die andere Seite der Aare ins alte Tramdepot über dem neu erbauten Bärengehege. Auch im alten Bärengraben fühlen sich die Bären anscheinend noch wohl. In alter Manier boten sich zwei ausgewachsene Braunbären den zahlreichen Touristen als Fotosujet an. Zur Überraschung aller benutzte Daniel Fässler seine Mittagspause, um seinen Landsfrauen während dem Mittagessen noch einen Besuch abzustatten und sie in der Bundeshauptstadt persönlich willkommen zu heissen. Für das Nachmittagsprogramm bot sich ein Besuch des Münsters oder des Rosengartens an, altertümliche und trendy Läden animierten zum Shoppen und unter den Arkaden in der Altstadt konnte bei sommerlichen Temperaturen gemütlich „ghöcklet“ werden.

Frauentag mit Silvio Spadin-Gygax

Überforderung im Alltag – das kann jeden treffen – Frauen wie Männer. Für Frauen wird oftmals der Spagat zwischen Familie und Beruf problematisch. Männer leiden unter dem Druck am Arbeitsplatz oder fürchten sich vor Job-, Existenz- oder Imageverlust. Senioren können von ihrem sportlichen Ehrgeiz überfordert werden. Ihre Angst, nicht mehr überall mithalten zu können und im Alterungsprozess nichts Positives zu sehen, kann sie an die Grenze ihrer physischer und psychischer Kräfte bringen.

Krankheit oder Schicksalsschläge lassen sich nicht verdrängen und müssen nebst den Alltagssorgen zusätzlich bewältigt werden. Wenn solch verschiedene Faktoren zusammentreffen, ist die Gefahr gross, den Faden im Leben zu verlieren. Da muss in erster Linie das eigene Bewusstsein gestärkt werden. Was kann ich, wo sind meine Stärken und Grenzen? Ist wirklich nur das Beste gut genug und wie lerne ich nein zu sagen? Das Ändern der eigenen Denkweise fördert den Einklang zwischen Körper, Geist und Seele.

Der Referent Slivio Spadin kann aus seiner reichen Lebenserfahrung schöpfen. Er gibt praktische Tipps, wie es gelingen kann, dem Dilemma zu entfliehen. Nebst der Selbstfindung den Mut zur Einfachheit zu haben, Prioritäten zu setzen, den eigenen Stolz zu überwinden und auch Hilfe von aussen anzunehmen. Als praktizierender Katholik ist ihm eine lebendige Beziehung zu Jesus wichtig und hilfreich, um auch geistliche Hilfe für seine Seele geschenkt zu bekommen.