Veranstaltungsbilder

Rondom Eggestande

Eine kleine, wetterfeste Gruppe von sieben Frauen trafen sich am 18. April zur Nachmittags-Wanderung. Es war richtiges Aprilwetter: Sonnenschein, Wind, Graupelschauer und Schneefall, für die fröhlich gestimmten Frauen jedoch kein Problem. Wie sagt man so schön, es gibt kein schlechtes Wetter - es gibt nur schlechte Bekleidung.
Der Weg führte über die moorige Hochebene von Eggerstanden, ein Stück weit entlang der Möserstrasse, bis diese überquerten wurde und wir ein Stück hangaufwärts vorbei an mehreren verstreuten Bauernliegenschaften kamen. Bei der ersten Möglichkeit folgten wir dem Weg über Wiesen hangabwärts und gelangten zur Eichbergstrasse. Innert kurzer Zeit erreichten wir wieder den Ausgangspunkt.
Selbstverständlich war ein feiner Kaffee mit Nussgipfel im Landgasthaus Neues Bild eingeplant. Angesicht des Graupelschauers genehmigte sich die Wandergruppe in aller Ruhe noch eine zweite Runde.
Herzlichen Dank all jenen, die teilgenommen haben!

Fraue-Zmorge 2024

Auf sehr grosses Interesse ist der Fraue-Zmorge gestossen, über 100 Frauen durfte Luzia Koch im Hecht- Saal begrüssen. Zum einen wegen des feinen Frühstücks, zum anderen wegen des Referats von Danica Widmer zum Thema « Wenn der Körper Nein sagt - wie versteckter Stress krank machen kann».
«Stress ist der Abfall des modernen Lebens - wir alle erzeugen ihn, aber wenn wir ihn nicht richtig entsorgen, wird er sich auftürmen und unser Leben überrollen». Mit diesem Zitat von Danzae Pace begann die eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin Danica Widmer ihr Referat. Aufregung und die Erwartung positiver Ereignisse beflügeln die Menschen als positiver Stress und verleihen Energie und Antrieb. Negativer Stress hingegen sind Sorgen, Nöte und Ängste, zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung. Negativer Stress verursachen kann aber auch die digitale Dauererreichbarkeit oder die zu hohe Belastung in Beruf und Familie. Zudem können Bewegungsmangel, falsche Ernährung, unrealistische Erwartungen, gelernte Persönlichkeitsmerkmale wie Perfektionismus oder Leistungsstreben und unterdrückte beziehungsweise nicht gelebte Gefühle versteckten Stress verursachen. Chronischer Stress und die individuelle emotionale Verfassung tragen zur Entstehung unzähliger Krankheiten oder Schmerzen bei. «Viele Menschen führen Krieg gegen den eigenen Körper, weil dieser nicht macht, was der Verstand verlangt», so Danica Widmer. Kurzfristiger und anhaltender Stress können verschiedene Symptome wie Verspannungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Herzrasen sowie Grippe oder Infekte verursachen. Langfristige Folgen von Stress können Herz- Kreislauf- Störungen, Haltungsschäden, Migräne, Diabetes und Magengeschwüre sein.
Viele körperliche Krankheiten haben psychische Ursachen, deshalb sollten Körper, Geist und Seele in der Schulmedizin nie getrennt voneinander betrachtet werden. Als mögliche Lösungsansätze brachte die Referentin die vier Oberbegriffe Akzeptanz, Achtsamkeit, Autonomie und Bindung ins Spiel. Akzeptanz sei der Mut, negatives Denken zu erlauben. Es beinhaltet aber auch, mitfühlend mit sich selbst umzugehen. Achtsamkeit wiederum bedeutet, die Anzeichen von Stress im Körper wahrzunehmen, danach zu handeln und zu lernen, dass Symptome keine Probleme sind, sondern Botschaften. Auch das Einstehen für die eigenen Grenzen, indem man sich von emotionalen Verstrickungen und ungesunden Beziehungen löst, ist ein weiterer Lösungsansatz. Frühe Bindungsmuster zu verstehen und zu hinterfragen ist notwendig für eine Heilung.
Danica Widmers Schlusssatz ihres äusserst informativen Referats lautete: « Gesunde, soziale Beziehungen sind ein Lebenselixier».

Hauptversammlung 2024

In festlichen Rahmen fand am 30. Januar in der Aula Gringel die Hauptversammlung der Frauen- und Müttergemeinschaft und der Famidea statt. Die Versammlung, die traditionsgemäss zehn Tage vor der Fasnacht stattfindet, lockte dank Hochdruckgebiet «Dario» bei frühlingshaften Temperaturen rund 300 Frauen an. Der Abend stand im Zeichen von Gemeinschaftsprojekten, künstlerischen Darbietungen und humorvollen Momenten.
Die vom Serviceteam gemütlich hergerichtete Aula lud zum Verweilen ein. Als Dekoration dienten mit Hauswurzen bepflanzte alte Tässeli, ein wahrlich ressourcenschonender Hingucker! Auch der Gabentempel im Foyer bildete ein frohes Farbenspiel. Er war der grosszügigen Unterstützung vieler Geschäfte in und um Appenzell zu verdanken. Der Lösliverkauf durch die FAMIDEA-Frauen trug zur lebhaften Atmosphäre bei.

Unter der Leitung von Daniel Untersander präsentierte die Oberstufenband Appenzell eine mitreissende musikalische Einlage, welche die Stimmung für den Abend setzte. Die sieben jungen Musiker wussten ihre eigens ausgelesenen, teils in nur wenigen Wochen einstudierten Songs, leichtfüssig und gehörfällig zu präsentieren. Daraufhin ergriff Charlotte Lenhard das Wort, um über ihr Herzensprojekt, die Stiftung YLENIA, zu berichten. Ihre bewegenden Worte und Bilder vermittelten allen eindrücklich die Wichtigkeit von Solidarität und Unterstützung in der Gemeinschaft. Dank den Einnahmen der Schätzfrage konnte ihr die grosszügige Summe von über Fr.1’700.- für die Stiftung übergeben werden.

In ihrem Jahresbericht liess Präsidentin Bea Koller das vielfältige Programm mit zwanzig Anlässen nochmals Revue passieren: kreative Kurse wie Handlettering, Erstkommunikantinnenkränzli binden, Insektenhotel oder Hexehüsli aus Lebkuchen bauen, Umgang mit Pferden, Besuch beim Jäger, Besichtigung der Polizei oder des Steinbruchs Schatten. Alljährlich wiederkehrende Anlässe sind die Kinderfasnacht mit Umzug, der Klauseinzug, das Kasperlitheater, der Kinderflohmarkt und auch der Chrabbeltreff findet regelmässig statt. Auch wurden Kursabende für die jungen Eltern angeboten und rege genutzt. Eliane Eugster, die Schreibfee, hat das Team verlassen und wurde durch Manuela Rusch- Neff ersetzt.

Das Angebot der FMG reicht von religiösen bis zu geselligen Anlässen für jedes Alter, berichtete Luzia Koch in ihrem Jahresbericht. Maiandachten, Vereinsmessen, Abendgang oder Rorategottesdienst bieten Kraft und Zuversicht. Gemütlichkeit versprechen der alljährlich gut besuchte Vereinsausflug, Fraue-Zmorge, Architektur-Spaziergang, Nachmittags-Wanderung, sowie Treffs zu verschiedenen Themen. Im laufenden Jahr stehen ausserdem Dot-Painting, Naturseife herstellen oder kreativ sein mit Gartenblumen auf dem Programm. Zudem starten im Sommer weitere Sprachkurse. Nach zehn Jahren reichte Conny Meier-Fässler ihre Demission als Rechnungsrevisorin ein. Neu wird Andrea Koller-Hutter dieses Amt übernehmen. Die Präsidentin sowie die Vorstandsfrauen wurden bestätigt. Protokoll, Jahresrechnung und die vielen Stunden Freiwilligenarbeit mit Applaus verdankt.
Grussworte vom Katholischen Frauenbund St. Gallen-Appenzell überbrachte Kantonalpräsidentin Alexa Sutter. Auch Präses Pfarrer Lukas Hidber sprach Dankesworte aus und sorgte mit dem Witz "Chom abe vom Bomm, sös hauen om" zum Abschluss der Hauptversammlung für herzhaftes Gelächter und einen humorvollen Ausklang.

Als weiteren Höhepunkt des Abends präsentierte Marianne Rivas mit Musik, Gesang und Show umrahmte beeindruckende Sandmalereien. Ihre Kunstwerke fesselten die Zuschauer und verliehen der Veranstaltung eine künstlerische Note.

Führung Brauerei Locher

Es war ein nasskalter November-Freitag und man konnte schon den ersten Schnee riechen, als 27 Frauen von Mitarbeitern des Besucherzentrum «Brauquöll» herzlich begrüsst wurden. Von 45 verschiedenen Biersorten konnte eine Auswahl degustiert werden, zum Beispiel das milde glutenfreie Bierra da Ris aus sonnengereiftem Tessiner Reis, das bekannte Lagerbier Brandlöscher mit unvergleichlichem Geschmack aus Röst- und Karamellmalz oder das erfrischend säuerliche mit Himbeersaft veredelte Vintage Sour Beer. Passend dazu wurden Tschipps und Pizzas der Eigenmarke brewbee serviert, diese nachhaltigen Nebenprodukte aus der Bierbrauerei sind ressourcenschonend und schmecken superlecker. Während der Führung durch das Sudhaus erfuhren wir von Silvan Etzensperger einiges über die Geschichte und Hintergründe der Brauerei. Sehr empfehlenswert ist ein Rundgang während der Arbeitszeit, wenn die Produktion im vollen Betrieb ist, an diesem Freitagvesper konnte man die Mitarbeiter bei der Reinigung der Anlage beobachten. Zum Abschluss durfte das Durchstöbern im schön gestalteten, einladenden Shop des Besucherzentrums nicht fehlen, einige Einkäufe wurden getätigt und in der gemütlichen Runde nochmals ein feines Bier genossen.

Strickwarenverkauf an der Hofer Chölbi

Vereinsfeier in der Kapelle St. Anton

Wir sind nie am Ziel, sondern immer auf dem Weg!
Rund dreissig Frauen machten sich zusammen mit Luzia und Gisela Gedanken zum Thema "en neue Weg- flexibel see". Auf diesem Weg begleitete sie mit zarten Tönen das Zitherduo Appenzell.

Vereinsausflug Zoo Zürich

Wenn 76 Frauen bei Regenwetter auf Reisen gehen
Ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell ist jeweils der am letzten August-Montag stattfindende Ausflug. Er führte dieses Jahr zu einer Wallfahrtskirche, in den Zoo und an den See.

Um halb acht Uhr besammelten sich diesen Montag 76 reiselustige Frauen – ausgestattet mit Regenjacke und Schirm – vor zwei Reisecars. Wegen des Schlachtviehmarkts musste der Einstiegsort kurzfristig vom Brauereiplatz auf den Zielparkplatz verlegt werden, was aber tadellos funktionierte. Das erste Ziel war der Wallfahrtsort Dreibrunnen in Wil, wo im Restaurant Pilgerhaus bereits Kaffee und Gipfeli warteten. Ein kurzer Blick in die Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen lohnte sich. Sie ist ein wichtiges Kulturobjekt und mit der lichten, goldfarbenen, barocken Ausstattung ein beliebter Ort für Trauungen.

Im Zoo verging die Zeit wie im Flug
Weiter ging die Fahrt zum Zoo Zürich. Empfangen wurden die Frauen von drei Zooführerinnen, welche es sehr gut verstanden, der Schar, eingeteilt in drei Gruppen, in der stündigen «allgemeinen Zooführung» Interessantes über einige Tiere, welche im Zoo gehalten werden, zu erzählen. Besucht wurde die Schildkröte «Jumbo», die mehr als 200 Kilo Gramm wiegt, ihre Körpertemperatur der Umgebung anpasst und mit 85 Jahren das älteste Tier im Zoo ist. Erstaunlich, dass die Schildkrötenmännchen bei der Paarung so laute Töne von sich geben, dass es im ganzen Areal hörbar ist.

Auch über die Koalas wusste die Zooführerin einiges zu berichten. Diese Tiere ernähren sich ausschliesslich von Blättern und Rinden der Eukalyptusbäume. Eigens für diese Eukalyptusblätterproduktion führt der Zoo Zürich im Zürcher Oberland und im Tessin Plantagen. Koalas sind Beuteltiere, die Tragzeit eines Jungen dauert nur 30 Tage, es bleibt danach aber mindestens 160 Tage im Beutel. Auch über Gorillas, Orang-Utans, Wallabys – kleine Arten aus der Familie der Kängurus –, wusste die Zooführerin einiges zu berichten. Die Stunde verging wie im Flug.

Das Mittagessen genossen die Frauen im Restaurant Pantanal. Nach feinem grünen Curry oder afrikanischem Erdnuss-Peperoni-Poulet streiften 76 Appenzeller Frauen selbständig durch den Zoo und erkundeten die Gehege der über 5000 im Zoo lebenden Tiere. Als Naturschutzzentrum setzt sich der Zoo aktiv für Natur- und Artenschutz ein. Mit dem Masoala Regenwald, der Lewa Savanne und dem Koeng Krachen Elefantenpark sind in den vergangenen Jahren neue, wegweisende Lebensräume für die Tiere entstanden, die neue Massstäbe in der Tierhaltung setzen. Überall hätte man sich verweilen können, doch bald hiess es Abschied nehmen.

Petrus meinte es nicht gut
Beim letzten Halt, auf dem Juckerhof in Seegräben am Pfäffikersee genossen die Frauen feinen Kaffee und bedienten sich am grosszügigen Kuchenbuffet. Die Juckerfarm ist sehr schön am See gelegen. Unter den Bäumen zu verweilen wäre einladend gewesen. Leider meinte es Petrus nicht so gut, so nahm man eben drinnen im gemütlichen Stübli Platz. Schliesslich chauffierte Markus Hirn die Gruppe gekonnt durch den Feierabendverkehr übers Turbenthal, Wil und Gossau nach Hause. So ging ein interessanter Tag mit vielen sozialen Kontakten schnell zu Ende.

Architektur-Spaziergang

Zwei Dutzend interessierte Frauen lauschten aufmerksam den interessanten Ausführungen der Kulturvermittlerin zu. Agathe Nisple wusste mit lebhaft erzählter Geschichten zu fesseln, der spannende Spaziergang führte durch das vom Sommerregen sauber abgewaschene durchs Dorf Appenzell. Bestimmt werden in Zukunft viele Augenpaare wieder aufmerksamer über die Fassaden und Giebel schweifen.

Besinnlicher Abendgang

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden."
An diesem herrlichen Sommerabend begaben wir uns auf den Weg übers Hochmoor und machten uns Gedanken zum Thema "gelassen unterwegs".

Rond om Kau

Eine Schar Mitglieder folgte der Einladung der FMG zur Nachmittags-Wanderung „Rond om Kau“ am 25. Mai. Bei idealstem Wanderwetter starteten wir Frauen beim Parkplatz Kaubad. Im Kaubad-Weier entdeckten wir viele Kaulquappen. Die drei Weier und deren Umgebung, welche erst vor kurzem renaturiert wurden, sind ein herrliches Plätzli und laden zum verweilen ein. Weiter ging unser Weg durch Wiesen im schönsten Blütenstand voll von Bueberolle, Knabekruut ond Henneäugli übers Schmalzgrüebli, Mittelbüel zur Georg-Kapelle. Wir genossen den Weitblick in Richtung Gonten und Appenzell. Der Weg führte nun zu einer Brücke über den Kaubach ins Quartier Hannebuebes hinüber, dann der Strasse entlang Richtung Landgasthof Eischen, wo wir einen Zwischenhalt einlegten, ideal um den Durst zu löschen. Anschliessend führte uns der Weg über hohes Heu zum Ausgangspunkt zurück.
Herzlichen Dank all jenen, die teilgenommen haben, auf Wiedersehen.

Fraue-Zmorge 2023

Herz voran durch's Leben
Brigitta Wyss aus Appenzell nahm die Zuhörerinnen mit auf eine spannende Reise zum Herzen und erläuterte, wie wichtig es ist, dass Herz und Gehirn in Balance sind. Der Begriff dafür heisst Kohärenz und bedeutet, dass Herz, Geist und Gefühle geordnet und im Gleichklang sind. «Unser Körper ist das Instrument, das wir zum Spielen bringen können», so die Psychologin. Sie unterstrich diese Aussage mit dem Zitat von Khalil Gibran: «Euer Körper ist die Harfe eurer Seele. Es ist an euch, ihm süsse Musik zu entlocken oder wirre Töne».
Im Überlebensmodus
«Es gibt zwei Möglichkeiten, durchs Leben zu gehen: kopfvoran oder herzvoran. In unseren Breitengraden lernen wir hauptsächlich Ersteres», sagte Brigitta Wyss. Für das körperliche Wohlbefinden sei es jedoch wichtig, dass Herz und Hirn in Harmonie und verbunden seien. Wer nur mit dem Kopf denke, funktioniere einfach und befinde sich in einem stetigen Überlebensmodus mit einem Grundgefühl von Angst. Dieser Dauerzustand sei mit Stress verbunden, der bis zu Erschöpfung, Depression und Burnout führen könne. Gelinge jedoch die Verbundenheit zwischen Herz und Hirn, gebe dies Vertrauen, Intelligenz, Intuition, positive Gefühle, Rücksicht, Nähe – und der Mensch zähle.
Als besorgniserregend bezeichnete Brigitta Wyss, unter welch massivem Stress bereits viele kleine Kinder stehen. Nur Leistung zähle. Der Druck, immer noch besser werden zu müssen, sei enorm. «Damit man hell sieht, muss man auch das Dunkel sehen», führte die Referentin aus. Erfahrungen aus der Kindheit – wertende, einschränkende, fordernde, überfordernde, stressige und nicht altersgemässe – hätten Folgen für das spätere Leben. Herrsche jedoch schon in der Kindheit eine Balance zwischen Herz und Kopf wirke sich das positiv, unterstützend, fördernd und wertschätzend aus. Nur mit einem Gleichgewicht gelinge es authentisch zu sein und Beziehung sowie Empathie zu fördern.
Übung macht den Meister
«Es gibt Möglichkeiten, das Herz und das Hirn in die nötige Balance zu bringen, unseren Körper zu unterstützen und das Wohlbefinden und das Immunsystem zu stärken», erklärte Brigitta Wyss. Mit einfachen Übungen könne eine Herz-Hirn-Kohärenz erzeugt werden. Sie leitete die Frauen vor Ort zu Übungen an, die das Hirn, beziehungsweise den Verstand, mit dem Herz gleichschalten um als Ganzes zu funktionieren. Das helfe auch, gelassen durchs Leben zu gehen und die Lebensenergie zu erhalten.
Ein ständiges, das heisst tägliches Üben, sei nötig um diese Verbundenheit und das Gleichgewicht zu erreichen. Die Absicht dazu müsse bei 100 Prozent liegen. «Denn», so Brigitta Wyss, «der Kopf hat immer ein Argument etwas nicht zu machen». Die wichtigste Entscheidung müsse deshalb sein, so oft wie möglich im Herzzustand zu sein. Der Schlüssel dazu sei die Dankbarkeit. «Je häufiger wir dankbar sind, desto besser geht es uns», sagte die Referentin, die noch hinzufügte: «Wir alle haben Felder, in denen wir mit anderen verbunden sind. Es liegt in unserer Entscheidung, in welche Felder wir uns begeben wollen, wer einem gut tut und wer, beziehungsweise was, einem nährt. Das Leben wird saftiger und man hat viel mehr Energie und Lebensfreude, wenn Herz und Hirn zusammenarbeiten.»

Hauptversammlung 2023

Am Dienstag, 7. Februar hat in der Aula Gringel in Appenzell die Hauptversammlung der Frauen- und Müttergemeinschaft stattgefunden – nach Corona zum ersten Mal wieder im normalen Rahmen. Frühlingshaft lindengrün dekorierte Tische mit einem Präsent begrüssten die Frauen. Luzia Koch freute sich sehr, ihre erste Hauptversammlung als FMG-Präsidentin vor voll besetzten Rängen durchführen zu dürfen.
Den Auftakt machten die kleinen Geräteturnerinnen. Flink und gut einstudiert hüpften und sprangen sie über die Matten. Zusammen mit den grösseren Turnerinnen boten sie dann auch am Reck bereits atemberaubende Kunststücke. Bevor es zum wohlverdienten Zvieri ging, forderten die Turnerinnen das Publikum zu einer lebhaften Mitmachrunde auf. Und alle machten fröhlich mit. Wenn auch ohne Hüpfen schwenkten doch allesamt die hocherhobenen Arme im Takt der mitreissenden Musik. Dann wurde bereits der Znacht serviert, die Teller mit Kartoffelsalat und Fleischkäse fanden im Nu den Weg auf die Tische. Als Service-Equipe fungierten dieses Jahr die Steinegger Frauen. Beim gemütlichen Essen beratschlagte man über die gestellte Schätzfrage, die da lautete: Wie viele Betreuungsstunden des Entlastungsdienstes wurden in den letzten zehn Jahren geleistet? Die Zahlen konnten fast nicht abenteuerlich hoch genug sein, zeigte die Auflösung doch sage und schreibe 24725 Stunden! Jeder Tipp kostete einen Franken. Somit konnte Ida Koster im Namen des Vereins Entlastungsdienst ein schöner Betrag übergeben werden.
Marianne Oberndorfer neu im Vorstand
Die Hauptversammlung ging rasch über die Bühne. Bea Koller-Manser, Präsidentin der Famidea, berichtete über all die Aktivitäten, die der Verein organisiert und durchgeführt hatte. Da gab es Vorträge, Bastelanlässe, Besuche bei der Feuerwehr und vieles mehr. Bilder auf der grossen Leinwand bewiesen, dass das Angebotene gut genutzt wurde und viel Freude machte. Im von Luzia Koch vorgetragenen Jahresbericht der FMG wurden die verschiedenen Anlässe des letzten Vereinsjahres hervorgehoben. Die Präsidentin rief dazu auf, auch im neuen Jahr die von der FMG angebotenen Anlässe fleissig zu besuchen und meinte, dass vielleicht noch weitere Jassfreudige gewonnen werden könnten – auch Männer seien herzlich willkommen.

Fast alle Mitglieder stellten sich für ein weiteres Jahr in ihrem Amt zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt. Für Maria Dörig konnte Marianne Oberndorfer als neues Vorstandsmitglied gewonnen werden. Die geprüften Rechnungen wurden gutgeheissen und der Mitgliederbeitrag bei 20 Franken belassen.
Ein abschliessender Höhepunkt war die Nietenverlosung mit zwei tollen Preisen. Luzia Inauen amtete als Glücksfee und brachte bei dieser Gelegenheit beste Grüsse von der Kronbergbahn mit – somit werden die zwanzig Gewinnerinnen dieser grosszügig gesponserten Berg- und Talfahrt-Gutscheine einen herrlichen Ausflug machen können.
Hackbrett und Bilderschau
Der unterhaltende Teil des Abends war bis dahin geheim gehalten worden und endlich ging der Vorhang auf. Christa Kölbener vom Fleckenmoos betrat in der Tracht die Bühne und eröffnete mit feinen Hackbrettklängen.
Und schon ging die Reise durch «öses schö Lendli» los. D’Schiebeleh-Monika zeigte auf der grossen Leinwand Fotoaufnahmen von Land und Leuten beider Appenzell. Im Jahresverlauf waren die einzigartige Appenzeller Landschaft ebenso Thema wie das mit Herzblut gelebte Brauchtum. Untermalt war die Bilderschau mit passender Musik wie Zäuerli und löpfigen Stöckli, aber auch mit Originalton. Christa Kölbener verzauberte das Publikum mit ihrem Hackbrett in der Pause zwischen Frühling und Sommer und ebenso am Schluss noch einmal. Und das virtuos nicht nur mit traditionellen Klängen, wie sie erklärte. Abgerundet wurde der Abend mit der Einladung, zusammen zum Hackbrettspiel mitzusingen. Heimelig tönte es «me hend e schös Lendli» und «gang rüef de Bruune». Und weil es so wunderschön klang, wurde aus dem Publikum sogar herzhaft «zaured».

Nachmittagstreff Öpfelfarm Steinebrunn

Vereinsausflug Dürnten

Gartenfreundinnen kamen voll auf ihre Kosten beim diesjährigen Ausflug der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell. 60 Frauen nahmen daran teil und erlebten zusammen einen wunderbaren Tag.

(KB) Die Fahrt mit einem Car und einem Kleinbus führte über Gonten, Urnäsch, Schönengrund, über den Ricken bis nach Dürnten. Die von Markus Hirn gesponserten Kaffees und Gipfeli fanden dankbare Abnehmerinnen und stärkten für den bevorstehenden, erlebnisreichen Tag.
Ein Mekka für Gartenfreunde
Das erste Etappenziel war das Gartencenter Meier in Dürnten. Das Familienunternehmen existiert seit 1894 und ist ein Treffpunkt für Gartenliebhaber. Die Appenzellerinnen erhielten einen interessanten Blick hinter die Kulissen eines der ältesten Gärtnereiunternehmen der Schweiz. Der Einblick in das traditionelle Gärtnerhandwerk, die Logistik, Warenpräsentation, Detailhandelsstruktur und die innovative Umwelttechnik bis hin zum unterirdischen Bewässerungs- und Filtersystem beeindruckte.
Im Gartencenter gibt es über 2'500 Sorten Blüten-, Polster- und Grossstauden, Saisonflor, Rosen, Kräuter, Gemüse, Obst-, Beeren- und Nadelhölzer sowie dekorative Zimmerpflanzen. Ein Grossteil des Sortiments wird selbst kultiviert. Die Mitglieder der FMG Appenzell nutzten die zur Verfügung stehende Zeit zum Staunen und Stöbern und natürlich auch zum Einkaufen.

Rundwanderung genossen
Die Reise ging weiter zum Lützelsee im Zürcher Oberland. Bei Hombrechtikon stand eine gemütliche Rundwanderung um den See auf dem Programm. Die Region ist ein renaturiertes Flachmoor mit seltenen Pflanzen, das auch ein Paradies für Störche ist. Hier siedeln sich auch unzählige andere Vögel an. Die Frauen genossen das wunderbare Sommerwetter, den herrlichen Ausblick über das glitzernde Wasser und das hügelige Gelände. Sie flanierten am Weiler Lutikon mit den schönen Riegelhäusern vorbei. Zwischendurch legten sie einen Halt für erfrischende Getränke und Glace ein.
Und schon ging die Fahrt wieder in Richtung Appenzell. Am Vesper wurde in Rapperswil eine Rast eingelegt, welche die Frauen für einen Spaziergang und nochmals für eine Stärkung nutzten.